Geschriebene Dialekte
15. November 2010


Schon neulich schrieb ich einen Satz, gefüllt mit meiner Meinung über Menschen, die Sätze auf Plattformen wie Facebook und Twitter verfassen um ein Fünkchen Aufmerksamkeit ihrer Freunde zu erhaschen. Dies im Einzelfall und darauf beschränkt wäre akzeptabel und bräuchte keinen weiteren Satz, doch meist kommt zu diesem Missstand eine kleine Eigenschaft hinzu, welche das symbolische Fass zum Überlaufen bringt.

„boa ey, wa dat langweilig“

Der, nennen wir es einmal Dialekt, einer uns allen bekannten Altersgruppe, welcher mit vielen, sagen wir „Vereinfachungen“, den Jugendlichen das Kommunizieren unter einander einfacher zu gestalten versucht, ist für manch einen schaurig genug. Ich persönlich finde dies noch verträglich, schließlich wird vielen Dialekten eine Daseinsberechtigung erteilt, warum nicht auch diesem?. Doch möchte ich insgesamt, Dialekte nur akustisch vernehmen müssen, einen solchen schriftlich sehen zu müssen, wird meiner Person ein so großer Graus, dass ich einen ganzen Text nur diesem Thema widme.

Umgangssprache

Denn Dialekte sollten meiner Meinung für den Sprachgebrauch, auch Umgangssprache genannt, legitim sein, im Schriftgebrauch aber nichts zu suchen haben. Leider glaube ich aber bin ich mit dieser Meinung fast einsam, da ich immer wieder auf den oben genannten Plattformen solche Sätze mit Verzicht auf Grammatik und Rechtschreibung erblicken muss. Etwas seltsam ist hierbei, das es auf Facebook häufiger geschieht als bei Twitter. Da sag noch einer Twitter sei für Dumme.

Nicht persönlich nehmen

Zum Schluss möchte ich noch eines anhängen: Dies ist meine Meinung, niemand muss sich angesprochen fühlen, schön wäre es wenn die Betroffenen es trotzdem tun. Beleidigen möchte ich niemanden, was ich meinem Empfinden nach auch nicht getan habe. Gibt es denn noch Mitmenschen mit ähnlicher Meinung?