Lastschriften aus Thailand
3. Juni 2013


Eine Abbuchung aus Bangkok. Von meinem Konto. Interessant, ich wusste nichts davon letzte Nacht kurzzeitig in Thailand geweilt zu haben. Ungefähr das dachte ich, als ich die beiden Lastschriften auf meinem Kontoauszug sah. Das war am Samstag, heute besuchte ich in der Mittagspause eine Filiale meiner Bank. Nun bin ich etwas über die mäßig vorhandene Kenntnis, wie in einem solchen Fall vorzugehen ist verwundert.

Vorab, alle Personen waren freundlich und gaben wohl ihr bestes mir zu helfen. Abgesehen von den Menschen, die das Geld abbuchten, die nicht. Es konnte mir auch geholfen werde und ich erhalte die Summe zurück. Seltsam war mein Besuch trotzdem.

Ich betrat also die Filiale, freute mich nur fünf andere Kunden in der Warteschlange sehen zu müssen und wurde bald bedient. Kurz erklärte ich den Sachverhalt, zwei nicht bekannte Lastschriften aus dem Ausland, sowie eine vorgemerkte. Die Beraterin nickte und meinte schon, dass es sich wahrscheinlich um eine Manipulation des Geldautomaten handeln müsste. Nun wäre meine Vermietung gewesen, sie klickt auf einen Knopf namens „Dem Kunden wurde Geld vom Konto geklaut, wir sperren die Karte, geben ihm eine neue und das Geld zurück“. Vielleicht nicht genau so, aber ähnlich. Leider dachte ich ein wenig zu einfach.

Dass die Bank mir ohne weiteres das Geld nicht zurückgeben kann, dachte ich mir schon vorher. Die Versicherung muss zunächst beauftragt werden und der Bank den Schaden erstatten, so dass diese mir den Schaden erstattet.

Hierzu werden natürlich, wie es deutsche Bürokratie vorschreibt, ein paar Formulare benötigt. Genau diese müssten die Berater doch kennen oder per Knopfdruck bereitgestellt bekommen. Nein.

Denn nachdem ich mit der Beraterin sprach, ging sie zu einer Kollegin und erkundigte sich wie sie vorgehen muss. Diese rief bei einer Hotline an und fragte dort nach, während zwei andere Kolleginnen nach den Formularen suchten. Währenddessen stand ich noch am Schlatter und behinderte die Versorgung weiterer Kunden. Zumindest dieser Umstand fiel nach einer Weile auf und ich wurde gebeten Platz an einem der Schreibtische zu nehmen.

Die Besetzerin dieses Schreibtisches telefonierte bereits mit den Filialen, in denen ich zuletzt Geld abhob. Doch wieso tat sie dies jetzt und ging mit mir nicht die einzelnen Formulare durch, welche bereits zusammen gesucht wurden? Dann müsste ich nicht länger warten, sie nicht stören und wir beide wären glücklicher. Nachdem sie erfolglos aufgab den betroffenen Automaten zu finden, begann sie die einzelnen Formulare zu beschauen, verlangte in paar Unterschriften, eine Stellungnahme, welche beinhaltet, dass ich wirklich nicht in Thailand war und erklärte mir noch kurz wie es nun weiter geht.

Nun darf ich die nächsten zwei Wochen warten, eine neue EC-Karte zu erhalten und auf eine schnelle Abwicklung mit der Versicherung hoffen. Was ich lernte? Bevor ich irgendwo Geld abhebe schaue ich  mir den Automaten mehrmals an. Vielleicht zerlege ich ihn auch um sicher zu gehen.