Die lange Reise meines iPhones
1. Oktober 2013


Zwischen „s“ oder „c“ und „gold“ oder „silber“ musste ich mich nicht lange entscheiden. Für mich stand seit Wochen zuvor fest „s“ in „spacegrey“. Vielleicht nicht seit Wochen, aber seit Tagen. So bestellte ich also am Freitag der Erscheinung früh morgens im Zuge meiner Vertragsverlängerung das neue iPhone 5s in „spacegrey“.

Den Tag lang verfolgte ich gespannt die Tweets über Glückliche die ihr neues Smartphone bereits in Händen hielten, ärgerte mich ein bisschen keine Reservierung  unternommen zu haben und prüfte immer wieder den Lieferstatus. Von anfangs übermorgen wechselte der voraussichtliche Liefertermin, wie die Telekom es so schön offen  formuliert, auf zwei Wochen.

Diese musste ich zum Glück nicht warten, denn mit der Lieferung am letzten Mittwoch erreichte auch mein iPhone die Hallen der Telekom und kurz danach auch das Paket, in dem es mich erreichen sollte. Doch ganz so transparent zeigte es die Übersicht der Bestellungen innerhalb des Telekom Kundencenters leider nicht. Statt eines Status „Wird verpackt“, zeigte mir das Kundencenter einen Tag lang „Wurde dem Paketdienst übergeben“, was mich irgendwann doch etwas wunderte. Die Vorstellung wie das Paket zwölf Stunden lang übergeben wird, also ein Telekom Mitarbeiter einem Paketdienst Mitarbeiter immer wieder mein Paket übergab, war zwar lustig aber doch eher merkwürdig. Auf meine Nachfrage bei Twitter erhielt ich eine eher wohlwollende Antwort. Vielleicht war das Team dort schon etwas genervt von vielen Ungeduldigen.

Ich nahm es ihnen nicht übel , denn  am gleichen Abend noch stand in der Spalte der Verfolgungsnummer die ersehnte Ziffernfolge und ich konnte endlich nachschauen wo das Paket steckte um abzuschätzen wann ich es in Händen hielt.

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Bereits am nächsten Morgen wurde das Paket in das Zustellfahrzeug verfrachtet und ich bekam Hoffnung einer meiner Nachbarn würde es annehmen und für mich den Tag lang verwahren. So lud ich die Informationsseite der DHL immer wieder neu, bis sie irgendwann wegen Wartungsarbeiten nicht mehr verfügbar war. Ich sehe keine Zusammenhänge. Da ich irgendwann zur Schule musste, konnte ich erst später wieder nachschauen, die Seite war mittlerweile gewartet, doch ich musste weiter warten, denn das Paket lag nun in einer Filiale.

Zu dieser kann ich allerdings erst am Montag,  das Wochenende verbrachte ich in der Nähe von Frankfurt, doch auf die zwei Tage kam es auch nicht mehr an. Vielleicht war es aber auch nur eine Verschwörung von Telekom und DHL, mir das Paket erst an meinem Geburtstag überreichen zu wollen. Mit einem zu schwungvollen Griff knallte die Dame das Paket auf den Schalter, offenbar überschätzte sie das Gewicht. Dem iPhone selbst passierte dabei nichts, wie ich wenig später nach dem Einschalten des Geräts feststellte.