wibbly wobbly time-y wimey stuff
11. November 2013


Zeit ist doch etwas sehr interessanteres. Entweder habe ich zu viel oder gar keine. Meistens das letztere. Ähnlich wie mit Geld. Bei beiden Dingen gibt es das gleiche Phänomen, irgendwie passt es immer. Wenn ich weniger habe, komme ich irgendwie damit aus, wenn ich mehr habe komme ich kaum damit aus.

Für beide Probleme gibt es viele verschiedene Möglichkeiten sie zu lösen und für jeden die passende. Hoffentlich. Bei der Zeit beispielsweise habe ich angefangen Listen zu führen, die fast alles beinhalten was ich an einem Tag tun muss. Aufstehen, duschen, anziehen, arbeiten und ähnliches habe ich weggelassen. Rasieren, Brote schmieren und Getränke kaufen aber zum Beispiel nicht. Die Unterscheidung ist recht einfach und genauso dämlich. Den Tag ohne aufstehen, duschen und arbeiten hinter mich zu bringen könnte kompliziert werden. Auf das Rasieren, Brote schmieren und Getränke kaufen könnte ich aber auch verzichten, theoretisch. Ich könnte tagelang mit meinem „Nennen-wir-es-mal-Bart“ rumlaufen, mir jeden Morgen etwas beim Bäcker und Getränke nur im letzten Moment kaufen. Daher muss ich es also einplanen. Genauso wie aufräumen, Hausaufgaben machen und andere mich begleitende Aufgaben, die ich gerne auch einmal vergesse.

Anfangs machte ich mir dazu Listen in Evernote, die ich mir immer wieder kopierte und für den entsprechenden Tag anpasste. Zu den wiederholenden Aufgaben, kann immer wieder etwas dazu stoßen. Diese Arbeitsweise ist es natürlich eher unbefriedigend, besonders wenn ich mir anschaue wie „verschmutzt“ es nun aussieht. Seit ich wieder ein iPhone habe, benutze ich daher Clear.

Clear hat ein paar Vorteile, die für mich wirklich grandios sind. Es ist wirklich einfach gehalten, ich habe trotzdem Listen, ich kann sehr einfach Aufgaben zwischen Listen verschieben und es hält sich an die Systemschriftgröße. Yeah. Momentan gibt es für jeden Verein, für die Schule, den Eikauf und eine für heute eine Liste. Vielleicht lege ich mir demnächst noch eine mit Vorsätzen an.
Die ersten drei Arten sollten selbsterklärend sein. Bei den Vereinen steht drin für was ich wieder alles nicht nein sagen konnte, bei der Schule für was ich alles nicht nein sagen sollte und beim Einkaufszettel für was ich alles nicht nein sagen will. Klingt doch fast perfekt.

In der Liste für heute, was jedem heute das es je geben wird entspricht, stehen die täglichen oder regelmäßigen Aufgaben, welche ich immer wieder abhake und, das ist ebenfalls ein Punkt den ich an Clear zierlich genial finde, wieder reaktivieren kann, sobald es nötig wird. Dadurch lege ich Aufgaben nicht immer wieder an, was wirklich dämlich wäre.

Außerdem kann ich aus den anderen Listen etwas in diese Liste verschieben, so dass ich nicht alle Aufgaben vor mir habe, sondern nur einige wenige die ich für den heutigen Tag bestimmt habe. Dadurch sieht es nicht so viel aus. Denn wie sagte bereits Beppo Straßenfeger im Buch Momo:

„Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Kurze Anmerkung, Die Sätze sind nicht ganz genau übernommen, ich habe nur die wörtliche Rede und nicht den Zwischenteil genommen. Aber mit dem was er sagt, stimmt es wohl. Wenn ich alle Aufgaben betrachten würde, erscheint es als zu viel und ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Nehme ich aber erst einmal kleinere Aufgaben, die ich schnell erledigen kann, macht es mehr Spaß, denn die Liste wird schnell kürzer.

Das bringt mich zum nächsten Punkt. Das Abhaken von Aufgaben ist wichtig. Wenn ich etwas abhake, ist es ein kleiner Erfolg. Ich hab etwas geschafft und kann mit der nächsten Aufgabe weitermachen, bis die Planung für den heutigen Tag durchgearbeitet ist.

Was dabei natürlich nicht zu vergessen ist, die Aufgaben sollten priorisiert sein. Es bringt mir nichts, jeden Tag einfache Aufgaben zu erledigen, wenn es aufwändigere gibt, die viel früher erledigt sein sollten. Die leichten sind gut zum Anfang, aber nicht das einzige was erledigt sein will. Mich aber an einer schweren Aufgabe aufhalten während noch andere Aufgaben warten, sehe ich genauso wenig ein, weshalb ich nach ich zwischendurch einfachere Aufgaben einschiebe, welche fast wie eine Pause sind und etwas Bewegung reinbringen. Wie zum Beispiel rasieren.