Na, das ist sie jetzt also,
die Vorfreude auf eine neue Stadt,
die mir gar nicht so neu ist,
aber doch auch nicht vertraut.

Wobei, neu ist diesmal schon etwas,
ich werde dort wohnen, wo ich arbeite.
Zumindest vom Namen der Stadt her.
Doch der Weg ist so kurz wie noch nie.

Also jedenfalls wie noch nie zur Arbeit.
Denn zur Schule war er eine zeitlang kürzer.
Eine halbe Stunde zur Arbeit,
eine Vierteltunde zur Schule.

Jedenfalls wenn die Bahn pünktlich ist.
Obwohl das auch egal ist,
es fahren genug oder zumindest mehr.
Mehr als drei in der Stunde,
ungefähr ziemlich genau zwölf.

Doch was noch interessanter ist,
ich werde eine neue Gegend erkunden.
Ich werde mich wieder verlaufen
und durch das verlaufen lernen.

Ich werde mal nicht im Erdgeschoss wohnen,
ich werde meinen Einkauf tragen müssen,
tragen über vier Stockwerke.
Oder ich nehme den Aufzug.
Wobei der klein ist. Sehr klein.

Im Gegensatz zur Wohnung,
die ist nicht klein.
Zumindest im Gegensatz zur jetzigen,
denn die ist nur halb so groß.

Die Waschmaschine wird in meinem Bad stehen,
und die Küche auf der gleichen Ebene.
Es klingt zwar seltsam aber es ist besser.
Zum Waschen nicht mehr vor die Tür,
zum Kochen keine Stufen herabsteigen.

Und wenn ich mal auf nichts Lust habe,
gibt es immer noch den Balkon,
den Balkon mit Blick über die Stadt.
Das wird was, und wenn nicht,
dann bin ich eben wieder weg.

Aber noch ist di Vorfreude da.