maxbuttlies

Was ist denn noch so im Juni passiert?

Quasi ein Monatsrückblick Juni 2018

Nachdem ich diesen Monat nicht mehr reiste, schaute ich mir stattdessen vermehrt Quito an und spazierte viel durch die Gegend. Anfangs (vor ein paar Wochen) war ich noch ziemlich erledigt, nach nur zwei Stunden am Stück durch Quito laufen. Mittlerweile schaffe ich es problemlos fünf Stunden am Stück zu laufen, was mich selbst ein wenig verwundert, da es eben häufig auch bergauf geht.


Durch Zufall begann ich dabei wieder Hörbücher zu hören und kann zwei Bücher besonders empfehlen. Zum einen wäre da die Gründungsgeschichte des ersten Unverpackt-Ladens. Das Buch heißt Ohne wenn und Abfall und wurde von der Gründerin Milena Glimbovski geschrieben. Auf dieses Thema kam ich, da mir bereits jetzt vornahm, nächstes Jahr noch viel mehr auf den Verzicht von Müll zu achten, als ich es bisher tat. Der Grund hierfür ist recht einfach, da hier in Ecuador oder zumindest in Quito die Sache mit der Mülltrennung nicht wirklich verbreitet ist, wodurch alles in einem Container landet. In fast jeder Straße steht mindestens einer und fast alle quellen über. Dazu wird hier auch noch viel mehr in Plastik verpackt, als ich es bisher schon kannte. Wobei es dank der fehlenden einfachen Mülltrennung (es gibt wohl Möglichkeiten, aber die sind etwas aufwendiger), sowieso kein größerer Mehrwert von anderen Verpackungen sichtbar wäre. Im Buch wird aber nicht nur von der Vermeidung von Müll, sondern auch über die Gründung eines Unternehmens und andere Themen wie Vegetarismus und Minimalismus gesprochen.

Genug über den Müll in Quito gejammert. Das zweite zu empfehlende Buch ist Tiere essen von Jonathan Safran Foer. Es handelt natürlich - wie der Name recht offensichtlich sagt - davon was alles durchs Tiere essen verursacht wird. Das Beste an diesem Buch ist jedoch, das es nicht die Menschheit vom Veganismus überzeugen möchte, sondern recht anschaulich und objektiv beschreibt wie die Viehhaltung in den USA funktioniert. Möglicherweise werde ich dieses Buch in der Zukunft verschiedenen Menschen zum einem Anlass meiner Wahl schenken.


Außerdem fand vom 19. - 23. die Casa abierta (quasi der Tag der offenen Tür) in meinem Projekt statt. An diesen Tagen gab es Konzerte der zwei Orchester, Auftritte von einzelnen Schülern, bestimmt viel was ich verpasste und zum Abschluss ein größeres Fest mit Präsentationen der Aktivitäten innerhalb der einzelnen Klassen. In meiner Klasse wurden hierfür aus verschiedenen Verpackungen aus Pappe Spiele gebastelt die beim Lernen von Rechnen, Lesen und Schreiben, Farben und geometrischen Figuren helfen.

An diesem Tag brachte ich auch endlich einmal meine Kamera mit ins Projekt. Das Ergebnis sind über zweihundert Bilder, die darauf warten aussortiert und bearbeitet zu werden.


Mittlerweile endete auch das Schuljahr, genauer gesagt am 28. und wurde in meiner Klasse mit sehr viel Essen, Tanzen (ich werde weiterhin dazu gezwungen, ach ich meine natürlich gebeten) und dem symbolischen Abreißen der Namensschilder von den Tischen abgeschlossen. In den nächsten Wochen gibt es dann für einige Schüler noch eine Ferienbetreuung.

Für die Lehrer und mich gab es am Tag darauf eine Art teambildende Maßnahme, die die Bearbeitung von Konflikten und das Abschütteln von Stress beinhaltete. Dabei lernte ich ein paar nette Spiele, freut euch schon werter SAJ oder vielleicht auch liebe Arbeitskollegen.


Da es hier leider keine so große Auswahl an Mate-Limonaden oder Cola gibt, die ich ausprobieren könnte, begann ich wieder wie in früher schon, Biere zu probieren und stieß dabei auf eine Marke mit dem wahrscheinlich besten Namen, Latitud Cero. Insbesondere gefällt mir von dieser Marke das Bier 593. Vielleicht einfach nur wegen des fulminanten Namens (593 ist die Telefonvorwahl von Ecuador).


Wahrscheinlich hörte ich in diesem am Häufigsten das neue Album von Milliarden. Sollte mir jemand eine ganz besondre Freude für nächstes Jahr machen wollen, kauf' mir die Vinyl. Ach, ich freue mich schon endlich wieder eine Schallplatte aufzulegen und trockenen Weißwein beim Hören zu trinken.

Neben diesem Album hörte ich, wie schon letztens erwähnt, sehr oft "Morgen" von Fynn Kliemann und bestellte möglicherweise seine Box.


Ich kaufte mir ein Weizenglas und ein Kellnermesser. Frag' nicht wieso, bin mir selbst nicht sicher, wie sinnvoll das war.


Außerdem bestellte ich ziemlich affektartig ein Ticket für Rock am Ring nächstes Jahr. Wieso? The Return of Die Ärzte!