maxbuttlies

Hälfte vorbei, vielleicht auch ein bisschen mehr

Genialster Monatsrückblick Juli 2018

Schon quasi Mitte August, ich bin mittlerweile in Peru und versäumte es mal wieder ein wenig etwas über all die letzten Wochen hier zu schreiben. Dabei waren diese letzten sechs Wochen wirklich gefüllt mit Allerlei. Ein Schnelldurchlauf gefällig? Kurztrip alleine zur Cuicocha Lagune, mehrere Ausflüge mit der Schule, Mid-term Camp, Abschied von Sinamune, Fahrt nach Cuenca. Und das war nur der Juli und ich vergaß sicherlich bereits etwas.

Nun aber nochmal ganz langsam.

Cuicocha Lagune, die erste

Direkt am 1. Juli beschloss ich relativ spontan mein brüchiges Gestammel auf Spanisch einmal auszutesten und fuhr früh um sieben Uhr (ja, ich schaffte es tatsächlich sehr früh aufzustehen) erst nach Otavalo, wo ich den nächsten Bus nach Quiroga finden musste. Ohne zu wissen, wie das beinhaltete G in diesem Fall ausgesprochen werden muss (würde ich mir die Regeln merken, wüsste ich es), versuchte ich also nach einem Bus zu fragen. Erst als ich den Zettel, auf dem ich mir zur Sicherheit die komplette Route aufschrieb (ich war tatsächlich vorbereitet), konnte mir geholfen werden. Übrigens ist es einfach nur ein G.

Wie auch immer, der Bus schmiss mich direkt vor einigen Taxen raus, der erste Taxifahrer wusste direkt Bescheid und der Preis passte zu dem was ich bereits las. Einige Minuten später ging ich dann also los, um die Lagune einmal zu umrunden, wurde allerdings plötzlich vom Taxifahrer zurückgerufen. Wir hatten tatsächlich beide vergessen, das ich bezahlen sollte. Nachdem ich um fünf Dollar ärmer war, konnte ich dann doch losgehen. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie lange ich genau brauchte, es muss etwas um fünf Stunden gewesen sein, immer wieder hundert Meter auf und ab.

Als ich zu einem Zeitpunkt dann endlich mit der Strecke fertig war, verwarf ich meinen Plan, wieder nur die halbe Strecke mit dem Taxi zu fahren und bezahlte stattdessen zehn Dollar für die Fahrt bis Otavalo. Während der ganzen Tour, entstanden zu viele Bilder (> 500) und ich habe bisher natürlich immer noch keins bearbeitet.

Ferienprogramm

Was ich damals noch nicht wusste, nur wenige Wochen später stand ich schon wieder an der Lagune. Diesmal zusammen mit den Schülern und Lehrern von Sinamune und diesmal sogar inklusive Bootsfahrt über den See. Diese Fahrt war Bestandteil des Ferienprogramms, zu dem auch der Besuch zweier Parks in Quito, ein sehr guter Restaurantbesuch und einem Museum über die Geschichte von Ecuador gehörte. Während meines Mid-term Camps und meinen ersten zwei Urlaubstagen gab es auch noch Programm, davon weiß ich aber nichts.

Mit-term Camp

Dafür aber umso mehr von meinem Mid-term Camp. Zum Beispiel, das wir endlich die Weinflasche von der Mosel, die ein halbes Jahr neben meinem Bett stand, trinken konnten. Natürlich nicht im Camp, da galt ja ein striktes Alkoholverbot. Außerdem besprachen wir ein wenig das letzte halbe Jahr und was im nächsten noch so passieren wird. Dabei stellte sich dann auch final heraus, das ich ab September in Oravalo wohnen werde und nicht mehr bei Sinamune arbeite. Schade um das Projekt, aber großartig für die mich selbst, da ich nicht mehr in einer Familie wohnen werde.

Letzte Woche Sinamune

Nach der Woche im Camp ging ich dann aber erstmal noch eine Woche zu Sinamune und bekam wohl den bisher seltsamsten Abschied. Es gab keinen. Meinen letzten Arbeitstag verbrachte ich damit, einen Klassenraum zu streichen, alleine. Alle anderen Freiwilligen hatten an diesem Tag scheinbar frei, wodurch ich durchgängig alleine war und um ein Uhr ohne große Verabschiedung einfach das Schulgebäude verließ, mir aber bereits vornahm im Januar vor meinem Rückflug nochmal vorbeizukommen.

Urlaub!

Nun war es aber endlich soweit, mein Urlaub begann. Erster Halt, Cuenca. Kurz gesagt, mega. Aus irgendeinem Grund erinnert mich die Stadt an Berlin und Köln. Vielleicht auch teils an Bonn und Frankfurt. Was alles in meiner ersten Woche des Urlaubs passierte, zum Beispiel, wie ich versehentlich die Tochter der Hostelbesitzerin morgens um sechs aus dem Bett klingelte, beschreibe ich demnächst mal. Bestimmt.

Was noch so passierte im Juli?

Ich glaube, ich hörte sehr oft das neue Album von Fabian Römer, stieg endlich auf die Spitze der Kathedrale von Quito, aß per Zufall eine Empanada mit Yuka und kaufte mir einen etwas teureren Käse. Außerdem besuchte ich Linda im Projekt und trank ihr ihren Wein weg. Konnte sie sowieso zu dem Zeitpunkt nicht selbst genießen.

Das soll's erstmal gewesen sein, hoffentlich schaffe es die nächsten Tage mal zumindest Notizen zu schreiben. Immerhin sitze ich ausreichend in Bussen, heute zum Beispiel um die zwanzig Stunden nach Lima. Züge wären schon was feines. Ach ja, Transportmittel hier. Anderes Thema.