Hallo! Ich bin Max, ich schreibe hier ein wenig, mache ein paar Bilder und wie geht's dir eigentlich so?

Von Peru nach Bolivien und zurück nach Ecuador

Eine wirklich grobe Zusammenfassung von August 2018

Es klingt vielleicht ein wenig nach einer Ausrede, jedoch ist es wohl wirklich so. Durch meinen Urlaub im August und meinen Umzug nach Otavalo in die wohl großartigste WG und dazu noch der Wechsel des Projekte, schrieb ich einfach nichts mehr hier und fügte keinerlei Bilder mehr hinzu. Passiert ist in dieser Zeit jedoch einiges, einen Teil erwähnte ich bereits. Versuchen wir es doch mal halbwegs chronologisch aufzulisten.

Beim letzten Mal schloss ich damit ab, das ich in Peru, genauer in Máncora sei. Von dort fuhr ich direkt weiter nach Lima, in einem Bus den ich so nach meinen Erfahrungen in Ecuador nicht erwartete. Der Sitz war quasi ein Bett, es gab Mahlzeiten und dazu hatte ich noch das Glück neben mir niemanden sitze zu haben. Etwa zwölf Wochen dauerte die Reise, Wirklich merkbar war das nicht. Vielleicht hatte ich mich aber auch einfach bereits an lange Busfahrten und währenddessen zu schlafen gewöhnt, was mir auch letztens bei der Fahrt ins Amazonas Gebiet half. Dazu später mehr.

In Lima verbrachte ich dann zwei Nächte im wohl seltsamsten Hostel das ich bisher hatte und hoffentlich für immer haben werde. Ich war der einzige im Haus, mit mir wohnte nur der Besitzer mit seiner Mutter dort und insgesamt wirkte es eher wie eine Möglichkeit noch ein wenig nebenbei zu verdienen, da das Haus recht nahe dem Flughafen liegt und noch ein paar Zimmer frei sind. Da ich aber sowieso nur dort schlafen wollte und mir ansonsten Lima anschauen, war das auch kein größeres Problem. Dementsprechend spazierte ich ein wenig durch die Stadt und schaute mir wieder mal ohne einen wirklichen Plan die Gegend an. Wirklichen Gefallen fand ich ehrlich gesagt nicht, Vielleicht sollte ich nochmal schauen. Was ich dafür fand, war ein riesiges Einkaufszentrum, in dem ich per Zufall recht gute Brötchen fand. Die Sache mit dem Brot stimmt übrigens wirklich, deutsches Brot ist im Vergleich schon ziemlich großartig. Aber das Problem habe ich mittlerweile für mich halbwegs gelöst.

Aus Zeitgründen beschloss ich nicht den Bus nach Cusco zu nehmen, da die Fahrt um die Anden herum alleine einen ganzen Tag benötigt, sondern einen günstigen Flug zu suchen, der mich direkt nach Bolivien bringt, wo ich mich mit Elisa treffen wollte, die ich noch vom Seminar im November kannte und wir damals ausmachten uns irgendwo in Südamerika zu treffen. Der günstigste Flug führte über Cusco, wo ich abends ankam, mir ein Zimmer suchte in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, das wohl insgesamt beste der ganzen Reise für vergleichsweise gar nicht so viel Geld fand und am nächsten Morgen relativ früh nach La Paz flog.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, der Flughafen liegt in El Alto, der Name ist kein Witz und beschreibt die Lage ziemlich gut. Naiv ging ich, lediglich die Luftlinie zum Terminal kennend, los und bemerkte nach einiger Zeit, das es recht weit herunter ging. Vorteil dieses Umstandes, Ich konnte einigermaßen gute Bilder der Aussicht machen. Sehr viele Stunden und mehrere Pausen später erreichte ich, mit aufgrund des Gewichts meiner Rucksäcke und eindeutig zu wenig Wegzehrung, zitternden Knien das Terminal, fand dort sehr schnell den richtigen Bus und konnte vor der Abfahrt sogar noch etwas essbares suchen. Was ich nicht fand an diesem Tag und auch nicht nach meiner Ankunft in Sucre: offenes WiFi. Dennoch Hoffte ich das Elisa mich irgendwie finden würde, was auch genauso klappte.

Zunächst besuchten wir ihre Wohnung, die sie zu der Zeit ganz für sich und damit ein freies Bett hatte. Danach fuhren wir in ein kleines Dorf nahe nahe der Stadt, in der die Befreiung Boliviens begann und ähnlich wie in Otavalo ein Markt mit traditionellerKleidung stattfindet. während wir uns auf der Rückfahrt unterhielten, stellte sich plötzlich heraus, das wir mal wieder nicht die einzigen Deutschen im Auto waren. Schon seltsam manchmal, wie oft einem Deutsche begegnen. Das erzählen auch andere immer wieder.

Zurück in Sucre gingen wir noch etwas Essen, kauften großartige Schokolade von Para Ti, deren Coca Schokolade sehr zu empfehlen ist, konnten einem Rotwein, der ausgerechnet von deutschen Auswanderern stammt, nicht widerstehen und gingen mit beidem zu einem der Aussichtspunkte von Sucre.

Am Folgetag, ein Montag, musste Elisa natürlich arbeiten, weshalb ich mal wieder meiner offensichtlichen Lieblingsbeschäftigung nachging und den Tag lang, bis zum Mittagessen, alleine durch die Stadt lief. Abends fuhr ich dann zurück nach La Paz, wo ich noch einen Tag verbrachte, um später am Tag zurück nach Peru reiste. Interessanterweise wurde bei diesem Grenzübergang mein Rucksack durchsucht. Wenn ich es richtig verstand, sucht Bolivien bei Ausreisenden nach Dingen, die nicht mitgenommen werden dürfen. Beispielsweise Steine. Hatte aber keine.

Irgendwann erreichte ich Cusco und versuchte, wie schon in Cuenca, früh am Morgen ein Zimmer zu bekommen und nicht für zwei Nächte bezahlen zu müssen. Klappte schon wieder. Dadurch konnte ich den Tag lang durch Cusco laufen (welch Überraschung), besuchte keine der normalen Attraktionen und ging Stattdessen in einem recht touristischen Restaurant essen, wo alle auf meinem Teller schauten, da ich statt des normalen Tagesgerichts eine vegane Version eines traditionellen Gerichts bestellte. Danach probierte ich nochmal eine Coca Schokolade, die lange nicht so gut wie die aus Bolivien war und begann meine Rückreise zu planen.

Das Stellte sich schnell als gar nicht so einfach dar. Mein anfänglicher Plan, nicht zu fliegen, war sowieso schon gebrochen. Das ich zumindest über die Anden fliegen sollte, konnte ich mir schon mal eingestehen und fand einen Flug nach Pisco, eine kleine Stadt, südlich von Lina. Richtig, südlich. Aus irgendeinem Grund las ich dir Karte falsch und dachte es wäre nördlich. Deshalb war die erste Idee von dort den Bus zu nehmen, was nun natürlich nicht funktionierte. Einen Abend lang suchte ich nach einer Möglichkeit, wusste aber schon, das ich wieder nach Lima müsste, um von dort irgendwie Richtung Ecuador zu kommen. Wie, das verschob ich auf den nächsten Tag. An diesem wachte ich glücklicherweise früh auf, schaute nochmal nach einem Flug Richtung Norden, fand einen nach Piura, wodurch ich innerhalb von einem Tag vom Süden Perus bis Otavalo, nördlich von Quito, kam.

Hier begrüßte mich die wohl beste WG. Aber davon erzähle ich ein andermal. Beziehungsweise demnächst.